DAS GEBÄUDE

die Aufbau in Bildern folgen

„Begegnung" — ein Haus für „Nordisk Akvarell" (skandinavisches Aquarell).

Die dänischen Architekten Niels Bruun und Henrik Corfitsen gewannen den Architekturwettbewerb, der mit 386 eingereichten Entwürfen der größte war, der je in Skandinavien stattgefunden hat. Ihr Entwurf „Mötet", die Begegnung, sieht eine Lage des Museumsgebäudes direkt am Meer vor; es ragt zum Teil sogar ins Wasser hinaus. Das Gebäude erhält ein schlichtes Äußeres, so dass es mit seiner Umgebung verschmilzt.

ByggnadenEin schönes und funktionelles Gebäude, das alle Anforderungen an Klima und Sicherheit erfüllt, die die Aquarellkunst stellt. Das Museum erhält ein Fundament aus Beton und Stahl. Außenfassade mit horizontalen rot-bemalten Holzpaneelen mit Elementen/Abschnitten in Blau und Grau. Gesamtfläche 2.420 m2.

 

Hier ein Ausschnitt aus dem Urteil der Jury:

„Der Entwurf hat ein schlichtes Erscheinungsbild. Das Gebäude wurde entlang der Strandlinie, teilweise im Wasser, platziert. Der Eingriff in die Landschaft wurde auf ein Minimum reduziert". Die Jury schreibt weiter, der Gewinnerentwurf sei von „einer selbstständigen, professionellen Haltung bei der Verwendung von traditionellem Baumaterial" geprägt und verschmelze ideal mit der umgebenden Bebauung.

Die Tatsache, so die Jury, dass die Gastateliers nach Bockholmen, auf die andere Seite des kleinen Sundes, verlegt werden, sorgt dafür, „dass ein Zusammenhang über das Wasser hinweg geschaffen wird, der das Aquarellmuseum zu einem wichtigen Teil dieses Raumes macht". Das Museum und die Gastateliers werden durch eine Fußgängerbrücke miteinander verbunden.


Die Beschreibung des Nordiska Akvarellmuseet durch die Architekten Niels Bruun und Henrik Corfitsen:

Bebauung und Landschaft

Das Museum entsteht dort, wo Meer und Land aufeinandertreffen — in einem langgestreckten Gebäude, das vom Meer aus als schlicht erscheint, sich jedoch markant gegen die gewaltigen Felsformationen im Hintergrund abhebt. Von der Landseite untergliedert sich das Gebäude optisch in mehrere kleinere Einheiten, die den anderen Häusern am Wasser entsprechen. Die Lage ermöglicht weiterhin den Zugang zu bzw. den Blick auf den Badestrand sowie den Blick über die Schärenlandschaft. Von entscheidender Bedeutung war, das Museum in einer angemessenen Entfernung zum Fels zu platzieren, um einen guten Zugang zu Museum und Badegelände zu garantieren. Mit der gewählten Platzierung soll zudem ein klarer und natürlicher Zusammenhang zwischen Gebäude, Landschaft und Meer hergestellt werden.

Das Gebäude zeichnet sich durch eine lebendige und abwechslungsreiche Fassade unter einem vereinenden Dach aus. Im Gegensatz zu dieser stringenten Hauptform bilden die externen Ateliers kleine einzeln stehende Elemente, die auf Bockholmen im Windschatten der Felsen verteilt sind. Das Museum und die fünf Ateliers sind über eine schmale Fußgängerbrücke miteinander verbunden.

Zugangsverhältnisse/ Anfahrt und Freiflächen

Als Wegweiser zum Museum werden gleichförmige, visuell verbundene Säulen vorgeschlagen. Diese großen Wahrzeichen könnten an der Einfahrt zum Museumsgelände, am Vorplatz und am Eingang des Museums errichtet werden. Der Verlauf des Weges wird von einer Leitlinie am Boden gekennzeichnet.

Der Vorplatz zwischen Museum und Klippen wird so gestaltet, dass er Besucher direkt zum Haupteingang führt. Aus Rücksicht auf die umliegenden Geschäfte und die Zugangsverhältnisse bleibt die großzügige Anlage des Platzes erhalten, allerdings in einer strukturierteren Form, in der die Parkareale (ca. 40 Plätze) durch eine niedrige Mauer eingefasst werden. Zufahrtswege und Wendeplatz werden asphaltiert, die Fußgängerbereiche mit Pflastersteinen oder Schmucksteinen ausgelegt.

Im Übergangsbereich von Fels und Vorplatz werden niedrige Büsche entlang eines Pfades gepflanzt, der Parkplatz- und Badebereich und den Zugang zum Fels erschließt. Entlang der Wasserseite verläuft über die ganze Länge des Museums ein Steg, der eine Verlängerung des Steges vor dem Konferenzzentrum und den Läden bildet. Somit entsteht ein lückenloser Spazierweg am Ufer. Zudem können Ausflugsschiffe und kleinere Boote, deren Passagiere Museum und Museumsrestaurant besuchen möchten, an diesem Steg anlegen.

Gebäudeplan

Das Museum umfasst zwei Stockwerke mit variierter Raumaufteilung, die sich aus der Funktion der jeweiligen Räume ergibt. Ein- und zweigeschossige Räume wechseln einander ab. Zwei gleichgewichtige Besuchereingänge führen von der Land- bzw. der Wasserseite ins Foyer des Museums. Das Museumsrestaurant kann zudem über einen separaten Eingang betreten werden.

Das Foyer ist so platziert und gestaltet, dass es einen Knotenpunkt zwischen den verschiedenen Publikumsbereichen bildet. Hier können sich die Besucher leicht über die Angebote des Museums informieren, gleichzeitig lässt sich das Gebäude von der Rezeption aus gut überblicken. Vom Foyer aus führen jeweils separate Eingänge zur Ausstellung, in den Vortragssaal und ins Restaurant, so dass jeder dieser Teile bei Bedarf eine selbstständige Einheit bildet.

Die für den Publikumsverkehr relevanten Funktionseinheiten — Ausstellungsräume, Vortragssaal und Restaurant — liegen im Erdgeschoss. Verwaltungs- und Studienräume sind, wie die Räumlichkeiten der „Gul scen", im Obergeschoss untergebracht.

Ausstellungsräume

Ausstellungsräume und Vortragssaal sind miteinander verbunden, so dass der Saal in umfangreiche Ausstellungsprojekte mit einbezogen werden kann. Sowohl die Ausstellungsräume für Sonderausstellungen wie die Räumlichkeiten der Dauerausstellung sind bewusst so gestaltet, dass sie eine nahezu unbegrenzte Vielzahl an Ausstellungsmöglichkeiten offen lassen.

Die „Skandinavischen Räume" schließen sich an die Sonderausstellungen an und sind als „Kojen" konzipiert, die entweder einzeln, paarweise oder in mehrteiligen Einheiten genutzt werden können.

Von der Sonderausstellung gelangt man über einen Ausstellungsraum für Gemälde von Kindern in das Kinderatelier.

Die Ausstellungsräume sind keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Sowohl die Fensterfront der Dauerausstellung als auch die der Sonderausstellungsräume weist zum Wasser. Sie ist durch verstellbare, waagerechte Lamellen geschützt, die die Räume bei Bedarf komplett gegen Lichteinfall abschirmen können.

In der Sonderausstellung befindet sich zudem ein hoch gelegenes Fensterband, das den Ausstellungsbereich in diffuses Licht taucht. Um die einzigartige Aussicht zu würdigen, finden sich in den Übergängen zu den einzelnen Museumsbereichen große Fensterflächen.

Verwaltung

Vom Vorplatz aus sind Zufahrt und Eingang der Hausmeisterei zu erreichen, die in einem separaten Bereich nahe Werkstatt, Technikraum und Lager untergebracht ist. Darüber befinden sich die Büros der Museumsverwaltung und — über der Dauerausstellung — Labor und Konservator.

Studienräume

Beim Labor — über der permanenten Ausstellung gelegen — ist das Aquarellarchiv untergebracht. Internes Atelier und Experimentwerkstatt sind miteinander verbunden und so platziert, dass sie auch unabhängig von den anderen Museumsbereichen genutzt werden können.

Bibliothek und Besprechungszimmer finden sich an der Ostwand oberhalb des Foyers.

Vortragssaal

Der Saal hat eine eigenständige Form, die ihn vom übrigen Gebäude unterscheidet. Der Zugang des Publikums erfolgt über das Foyer, gegenüber einer großen Fensterpartie zum Wasser. Schauspieler erreichen den Saal über ein Treppe am Restaurant.

Restaurant

Das Museumsrestaurant weist nach Süden. Es befindet sich in der Nähe des Badebereichs und eröffnet die Aussicht über die Schären. Die Fassade des Restaurants ist zurückgesetzt, so dass entlang des Steges Raum für Sitzplätze im Freien vorhanden ist.

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DAS NORDISKA AKVARELLMUSEET
Södra hamnen 6
SE-47 132 Skärhamn, Schweden
Besuchsadresse: Södra hamnen 6
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Fax +46 (0)30 460 00 99
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