Das Nordische Aquarellmuseum präsentiert im Winter 2002 den amerikanischen Künstler Sol LeWitt. Er zählt zu den Pionieren in der zeitgenössischen Kunst, die in den 60er Jahren neue Kunstrichtungen wie Minimalismus und Konzeptkunst vorstellten. Seit mehr als fünfzig Jahren hat sein Kunstschaffen die Tragkraft von Ideen erprobt.
Das Ergebnis ist immer ausdrucksstark, oft elegant und der dahinterliegende Prozess stets faszinierend.
Den Ausgangspunkt dieser Ausstellung von Sol LeWitt bilden die Architektur und Form der Ausstellungssäle. Nach seinen Anweisungen ausgeführte Wandmalereien nehmen auf diese Räume Bezug, ergänzt durch seine Arbeiten auf Papier aus den letzten Jahren. Diese einzigartige Schau ist die größte Einzelausstellung von Sol LeWitt mit einem auf einen bestimmten Ort bezogenen Werk, das in Nordeuropa gezeigt wird.
Ein Bild kann eine Geschichte auf viele Arten vermitteln. Die Wasserfarbentechnik verwendet man häufig für Illustrationen und Comics und erweckt damit Geschichten zum Leben - Erzählungen mit einer klaren Zeitachse, einem Anfang und einem Ende. Die Erzählungen der Bilder finden aber unendlich viele andere Wege. Diese Bilder aus der Sammlung des Museums vereinigen burleske Geschichten, zarte Märchen und absurde Träume.
Mit beißend schwarzem Humor erzählt die norwegische Künstlerin Vanessa Baird über die vielen verschiedenen Situationen des menschlichen Lebens.
Oft verwendet sie einen zierlichen, romantischen Stil aus Märchenbüchern, ihre Motive aber zerbrechen diese sinnliche Stimmung. Tiere und Menschen in absurden und oft sexuellen Situationen zeigen eine kollabierende Anständigkeit.
Diese Ausstellung, in Zusammenarbeit mit der Galerie Wang in Oslo, präsentiert Aquarelle der vergangenen Jahre und bemaltes Porzellan. Die üppigen und bizarren Motive vermitteln auch Kritik an der Gesellschaft. Eine zentrale Bilderfolge berichtet über die weiblichen Erfahrungen zu Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit als junge Mutter. Mutterglück ist nicht ungetrübt, die Erlebnisse sind in herausfordernder Ehrlichkeit dargestellt und räumen mit unseren Vorstellungen über die Gefühle einer jungen Mutter auf.
Das Nordische Aquarellmuseum zeigt im Sommer 2002 neue Gemälde des Künstlers Olav Christopher Jenssen. Olav Christopher Jenssen ist einer der international bekanntesten Künstler aus Norwegen. Sein Arbeitsfeld ist die Welt. Er lebt in Berlin und ist Professor an der Kunsthochschule in Hamburg. In einer ständigen Entwicklung seiner Arbeiten hat er auf suchende und gleichzeitig selbstverständliche Art eine Bilderwelt mit einem eigenen Leben geschaffen. Er ist fasziniert vom Verhältnis der Gemälde zum Ausstellungsraum und installiert oft seine Ausstellungen selbst. Viele der gezeigten Aquarelle werden im Museum auf ungewöhnliche Weise mit der Architektur des Raumes zusammenwirken.
Das Sammeln ist eine aktive und wichtige Aufgabe des Nordischen Aquarellmuseums.
Im Mittelpunkt der Käufe steht die zeitgenössische Kunst, interpretiert in der Wasserfarbentechnik und von Künstlern des Nordens in unseren Tagen geschaffen.
Während des Sommers 2002 wird der Vortragsraum des Museums vorübergehend in einen Ausstellungsraum umgewandelt. Hier zeigen wir eine Auswahl aus unserer Sammlung mit dem Portrait als Thema. Bilder von Gesichtern fesseln die meisten Betrachter; Augen und Atemzug kommunizieren direkt und stark. Aber es gibt auch noch andere Möglichkeiten, eine Persönlichkeit zu schildern.
Farbe und Politk hat den schwedischen Künstler KG Nilson seit langem interessiert. Seit den 60er Jahren hat er sowohl streng als auch spielerisch die Wirkung von Farben, sozialen Spielen und Macht untersucht. In dieser Ausstellung zeigt er Gemälde in Gouachetechnik, über die er selbst schreibt:
Gouache ist neben dem Aquarell die am meisten angewandte Wasserfarbentechnik. Die deckenden Farben ergeben eine konzentrierte Wirkung und erinnern an Ölmalerei und Screendruck. Durch seine Intimität ist die Technik auch mit der Welt der Bücher, mit den Inkunabeln des Mittelalters und zeitgenössischen Illustrationen, verbunden. Für mich war die Gouache ein geschmeidiges und direktes Medium zum Ausprobieren neuer Ideen. Die hier ausgestellten Werke spiegeln meine Bilderwelt von den 60er Jahren bis heute wieder.
Was bewirken Künstler heute mit Wasser und Pigment, den Grundmaterialien der Aquarellmalerei? Die Ausstellung Wasser/Farbe sucht die Antwort und zeigt Werke von zehn skandinavischen Künstlern. Es sind Bilder, auf denen die Farben als reines Pigment greifbar werden. Andere Werke dagegen wirken beinahe so unwirklich wie digitale Projektionen. Eine alte Gedankenkonstruktion in der Kunstgeschichte verbindet Farben mit Gefühlen und sieht in der Zeichnung, die für das Denken und den Intellekt steht, den Gegensatz. Heute werden Aquarelle häufig der Gefühlsphäre zugeordnet. Diese Ausstellung aber zeigt beides: unmittelbares Erleben und reine Konstruktion, manchmal sogar auf einem Bild vereint.
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| DAS NORDISKA AKVARELLMUSEET |
Södra hamnen 6
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